|
Jan 23
2010
|
Deutschland: bisher 86 Millionen Euro Spenden für HaitiPosted by: Thilo Reichenbach on Jan 23, 2010 Tagged in: Fundraising-News
|
|
Bisher 86 Millionen Euro Spenden für Haiti
In Deutschland wurden bisher 86 Millionen Euro für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti gespen- det. Dies ergab heute eine Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bei insgesamt 50 Hilfswerken, Spendenbündnissen und Internet-Spendenportalen. Das bisherige Spendenaufkommen liegt deutlich niedriger als zum gleichen Zeitpunkt nach der Tsunami-Katastrophe. Zehn Tage nach dem verheerenden Seebeben vom 26.12.2004 in Südostasien waren in Deutschland bereits 330 Millionen Euro gespendet worden.
„Weitere Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti sind sinnvoll und werden von den Organisationen drin- gend benötigt“, sagt DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke. „Gleichwohl sollten die Spenderinnen und Spender auch die vielen notleidenden Menschen in anderen Regionen der Welt nicht vergessen, die nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit in den wohlhabenden Ländern stehen.“
Bei fünfzehn Organisationen bzw. Bündnissen liegen die Spendeneinnahmen für Haiti über 1 Million Euro.
Die höchsten Einnahmen verbuchten bisher:
- die ZDF-Gala in Zusammenarbeit mit BILD (20,1 Mio. Euro),
- das Bündnis „Gemeinsam für Menschen in Not – Entwicklung Hilft e.V.“ (12,9 Mio.),
- das Deut- sche Rote Kreuz e.V. (7,8 Mio.),
- die Deutsche Welthungerhilfe e.V. (7,2 Mio.)
- sowie das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft e.V.“ und
- Médecins Sans Frontières – Ärzte ohne Grenzen Deutsche Sektion (MSF) e.V. mit je 5 Mio. Euro.
Obwohl das Spendenvolumen bisher deutlich geringer ist als bei der Tsunami-Katastrophe, ist die Anzahl und Vielfalt der Spendenaufrufe ähnlich groß wie damals. Um eine möglichst wirksame Hilfe in Haiti sicherzustellen, ist nach Auffassung des DZI schon in Deutschland, erst recht aber im Katastrophengebiet von Haiti eine intensive Koordination der Organisationen untereinander und eine bestmögliche Bündelung der Hilfe erforderlich.
Quelle: Pressemitteilung www.dzi.de

