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Nov 18
2008
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Spender-MotivePosted by Thilo Reichenbach in Untagged |
Motivationale Grundlage des Spendens
COOPER bestimmt als übergeordnetes Spendermotiv für NPOs das Hilfemotiv.[2] Ruft eine NPO zu Spenden z. B. zur Bekämpfung einer Hungerkatastrophe auf, wird sie von aus Menschenliebe und Mitleid handelnden Spendern einige Spenden erwarten können, es ist dennoch unerlässlich weitere Motive zu eruieren, um den Spender adäquat ansprechen zu können. Die kognitive Motivationstheorie geht davon aus, dass sich Austauschbeziehungen von Individuen „im Kontext des Strebens nach Belohnung und des Vermeidens von Bestrafung vollziehen und daher nur dann stattfinden, wenn ein Austausch für die involvierten Parteien von Vorteil ist.“[3]
Spendenmarketing und Gratifikationsansatz
Mit dem Gratifikationsprinzip, in der Denktradition der Nutzentheorie stehend, wird die Auffassung vertreten, dass die motivationale Grundlage der Zuwendung (Geld oder Sachspende) an eine gemeinnützige Organisation zumeist nicht nur aus selbstlosen Motiven geschieht.[4] Vielmehr sind die Beweggründe für eine Spende ein Mix aus egoistischen wie altruistischen Nutzenbündeln, wobei der Nutzenzuwachs aus der Spendenhandlung den Transfer-und Kontrollaufwendungen gegenübergestellt wird.[5]
Diese Nutzenbündel bestehen beim Spenden meistens nicht in einem materiellen Zugewinn. Der zentrale Vorteil der Spende besteht in der durch die Spendenhandlung Ausdruck verliehenen Wertvorstellung und in psychischen Gratifikationserfahrungen. SCHNEIDER prägte in diesem Kontext den Begriff des Spendenmarketings, wobei die Organisation dem potenziellen Spender ein konsequent an seinen Bedürfnissen ausgerichtetes Nutzenbündel offeriert.[6] Danach erhält der Spender, wie bei der Vermarktung eines Produktes auch, im Austausch zur Spende eine Gegenleistung.[7] Gratifikationen seien im Folgenden unterteilt nach immateriellen und quasimateriellen/materiellen Gratifikationen.
1) Immaterielle Gratifikationen


