|
Jul 03
2010
|
Spendenwerbung per Direct Mail ist teurer gewordenPosted by: Thilo Reichenbach on Jul 3, 2010 |
|
"Bettelbriefe" Direct Mails sind teurer geworden
zum 1. Juli wurde die Umsatzsteuer auf Postprodukte wie Pressepost, Postvertriebsstücke und Info-Post eingeführt. Sie ist künftig von allen Geschäftskunden und somit eben auch von Non-Profit-Organisationen zu entrichten, die Dienstleistungen dieser Art in Anspruch nehmen, Privatkunden sind von der Regelung ausgenommen.
Die Neuregelung hat zum Ziel den Wettbewerb im Postmarkt zu stärken, indem die Benachteiligung privater Postversender, die im Gegensatz zur Deutschen Post mehrwertsteuerpflichtig sind, aufzuheben. Die Regelung folgt einem Grundsatzurteil des EUGH und muss somit in Deutschland umgesezt werden. Prinzipiell keine schlechte Idee, aber...
Leider ist es nun so, dass Spendenwerbung per Direct Mail für NPOs immer noch das wichtigste Fundraisinginstrument darstellt. Und diese Maßnahme verteuert sich ab sofort um satte 19 Prozent. NPOs können die Mehrkosten nicht absetzen bzw. steuerlich geltend machen. Die 19% Mehrkosten mindern also zum einen direkt den ROI von Mailing-Kampagnen und zum anderen verteuern sie auch die Spenderbindung, die ja oftmals über Spendermagazine, Dankbriefe etc. durchgeführt wird.
Der Deutsche Fundraising Verband spricht daher von Belastungen in Millionenhöhe, die die Projekte gemeinnütziger Organisationen gefährden und will "eine Ausnahmeregelung für Organisationen, die für Zwecke der Werbung für Spenden nach § 10b Absatz 1 und § 34g des Einkommensteuergesetzes steuerbegünstigt sind" erwirken. Zur Kampagnenseite des Deutschen Fundraising Verbands mit Unterschriftenliste geht es hier.
Trackback(0)
TrackBack URI für diesen EintragKommentare (2)
RSS feed KommentareHm...
...
vielen Dank für deinen Kommentar. Bettelbriefe habe ich daher ja auch in Anführungszeichen gesetzt ; ) Bitterernst meine ich einen solchen Ausdruck nicht, sondern verwende ihn mit einem zwinkernden Auge. Wir Fundraiser haben schon einen tollen Job und jeder der seine Arbeit gerne und mit Leidenschaft macht, sollte auch ein entsprechend stabiles Selbstverständnis haben. Dir alles Gute. LG Thilo
P.S. Ich lese deinen Blog wirklich gerne!

